Myelopathie – Was ist das? (Dr. Ralf Hempelmann)

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Dr. Ralf Hempelmann:

Übersetzt „ tor myelon“ ist das Rückenmark und „ patein“ ist griech „ Leiden“ . Das heißt übersetzt ist Myelopathe Rückenmarkleiden.
In der Medizin wird das, gerade bei uns Neurochirurgen benutzt, für ein Rückenmarkleiden, dass durch eine Rückenmarkbedrängung ausgeübt ist, benutzt.
Wenn der Wirbelkanal zu eng ist. Das kann er dort sein, wo das Rückenmark auch ist, also nicht an der Lendenwirbelsäule. Da sind nämlich die Nerven und Verlängerungen des Rückenmarks noch in der Rückenmarkhaut, aber typischerweise in der Halswirbel-, oder Brustwirbelsäule. Eine Myelopathe durch eine verschleißbedingte also degenerative Erkrankung, eine Wirbelkanaleinengung/Stenose ist häufig an der Halswirbelsäule. Es ist extrem selten an der Brustwirbelsäule. Da wäre eine Myelopathe eher bedingt durch einen Tumor, der im Wirbelkanal sitzt. Das kann ein bestimmter Nervenhauttumor sein, ein sogenanntes Neugiom oder ein Rückenmarkhauttumor, ein Meningiom das sind die häufigsten. Aber die häufigste Ursache der Myelopathe ist die Einengung des Wirbelkanals aus verschleißbedingten Gründen, von der Bandscheibe und den Gelenke kommend, an der Halswirbelsäule. Das äußerst sich dann durch recht typischen aber auch recht bunte Symptome. Die Patienten können Schmerzen in beiden Armen, Fingern und Händen haben, häufig auch Brennschmerzen, gewisse Feinmotorikstörungen in den Fingern haben, auch Lähmungen und Muskelabbau in den Händen. Und die langen Rückenmarkbahnen, die in die Beine ziehen, wenn diese komprimiert werden, führt das zu einer sogenannte Spastik in den Beinen, einer Muskelspannungserhöhung auch eine Kompression der Kleinhirnbahnen, das führt zu einer Ataxie. Die Patienten gehen unsicher noch viel stärker bei geschlossenen Augen oder im Dunkeln und Freunde sagen zu ihnen häufig, dass du wie ein Betrunkener gingest. Gangunsicherheit, Schmerzen und Schwäche in den Beinen, Schmerzen in den Armen, ein sehr buntes Bild eine zervikale, d.h. zur Halswirbelsäule gehörende Myelopathe ausmachen kann.
Zur Therapie der Myelopathe, die eben typischerweise eine zervikale, also halswirbelsäulenbedingte Myelopathe ist, gilt das, was bei der Therapie der Stenose der Halswirbelsäule gesagt worden ist. Es geht darum das Rückenmark im Wirbelkanal zu dekompremieren, also von der Verengung zu befreien über je nach dem , wo die Verengung herkommt, einen Zugang von vorne oder hinten.